Der Schrei Kopie


Artikelbeschreibung

Original Grösse: 83.5cm x 66cm
Jahr: 1910
Munch Museum Oslo
Orignal Bild ist ca 120Mio wert.

Der Schrei (
norwegisch Skrik, deutsch zum Teil auch Geschrei) gilt als das berühmteste Werk des norwegischen Malers Edvard Munch und neben Leonardo da Vincis Mona Lisa und Vincent van Goghs Sonnenblumen als eines der bekanntesten Gemälde weltweit sowie als expressionistisches Meisterwerk.

Versionen

Munch malte im Zeitraum von 1893 bis 1910 verschiedene Bilder mit dem Titel Der Schrei. Die Bilder entstanden mit unterschiedlichen Techniken im Rahmen einer Serie, die den Namen Der Fries des Lebens trägt. Dabei spielten Themen wie der Tod und die Angst, aber auch die Liebe eine bedeutende Rolle, die er auch in mehreren Gedichten verarbeitete.

Der erste deutsche Titel, den Munch dem Werk gab, war „Schrei der Natur“; auf eine graphische Fassung schrieb Munch auf Deutsch: „Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur.

Heute sind vier Gemälde und mehrere Lithographien bekannt. Zwei der Gemälde werden im Munch-Museum Oslo und ein weiteres in der norwegischen Nationalgalerie ausgestellt. Ein viertes Gemälde befindet sich in Privatbesitz. Die Staatsgalerie in Stuttgart und die Hamburger Kunsthalle besitzen Lithographien des Bildes.

Beschreibung

Die Bilder zeigen im Zentrum frontal eine Person mit weit geöffnetem Mund, an den Kopf gelegten Armen und „leeren“ Augen. Sie steht auf einer vom Vordergrund nach hinten links führenden großen Brücke, auf der weiter hinten zwei Gestalten zu sehen sind. Im mittleren Hintergrund erkennt man einige Schiffe. Den Haupteindruck erzeugen neben dem Schreienden die wild bewegten Formen und Farben von Wasser und Himmel.

  1. Stang zitiert in Edvard Munch (Wiesbaden 1981, S. 46) folgende Tagebucheintragung Munchs: „Ich ging mit zwei Freunden die Straße hinab. Die Sonne ging unter – der Himmel wurde blutrot, und ich empfand einen Hauch von Wehmut. Ich stand still, todmüde - über dem blauschwarzen Fjord und der Stadt lagen Blut und Feuerzungen. Meine Freunde gingen weiter – ich blieb zurück – zitternd vor Angst – ich fühlte den großen Schrei in der Natur ... Ich malte dieses Bild – malte die Wolken wie wirkliches Blut – die Farben schrien.“ Hieraus ergibt sich die Frage, ob die dargestellte Person tatsächlich schreit oder nur ihr Erschrecken durch den weit geöffneten Mund und die mit den Händen bedeckten Ohren zeigt.

Der Schrei wird häufig als das erste expressionistische Bild bezeichnet und ist ein extremes Beispiel für Munchs „Seelenmalerei“. Munchs Tagebuch ist im Eintrag „Nizza, 22. Januar 1892“ auch das erste Gedicht „Schrei“ zu entnehmen, wobei der ursprüngliche Titel „Verzweiflung“ lauten sollte.

Der Ausdruck des Gemäldes beruht in hohem Maße auf den Gestaltungsmitteln, den Farben und der Linienführung. Die Szene – und besonders die Vordergrundfigur – ist grotesk verzeichnet und in Farben wiedergegeben, die nicht der äußeren Wirklichkeit entsprechen. Von seiner eigenen „inneren Hölle“ ausgehend visualisiert Munch hier eine desperate Seite des Fin de siècle: Angst und Apokalypse. Das Motiv hat bis heute nichts von seiner Überzeugungskraft eingebüßt.

Interessant ist, dass eine der Grundfarben des Hintergrundes über die Chronologie der gemalten Varianten hin von Hell-Orange zu Dunkel-Rot-Orange wechselte. Eine Untersuchung geht davon aus, dass die rötliche Färbung des Hintergrunds auf den Ausbruch des Krakatau 1883 und die damit weltweit veränderte Färbung des Himmels zurückzuführen ist.de.wikipedia.org/wiki/Der_Schrei
Quelle: Wikipedia